Während einer Team-Versammlung haben wir das Thema „Eigentumsfächer“ unserer Adressaten aufgegriffen.
Es stand fest, dass unsere Kinder nicht autonom an ihre Fächer in der Umkleide kommen und dass diese eher dazu bestimmt sind, dass die Eltern Sachen wie z.B. die Mütze, die Handschuhe, die Sonnenmilch oder Ersatzkleidung zu verstauen.
So kam uns die Idee auf Augenhöhe und in der Reichweite der Adressaten faltbare Kisten zur Verfügung zu stellen, die nur den Kindern gehören. Diese wurden anhand von einem Lichtbild individualisiert, so dass das Kind seine Kiste leicht wiederfinden kann.
Wir haben die Eltern mit in diese Arbeit einbezogen, indem wir ihnen den Gebrauch der Kisten erklärt haben und diese darum gebeten haben „Meine Schätze“ in ihrer Muttersprache niederzuschreiben.
Da die Kinder nun autonom ihre „Schätze“ in ihrer Kiste hinterlegen können, ohne dass eine andere Person Einsicht in diese Schatztruhe hat, handelt es sich um einen sicheren Platz für die „Wertsachen“ unserer Adressaten. Damit wird die Privatsphäre der Kinder gewährleistet und die Selbstständigkeit unserer Kinder gefördert!
Damit ist die Haltung unserer Kinder partizipativ und wir respektieren die inklusive Haltung unserer Struktur. Das Kind lernt spielerisch und non formal Verantwortung für seine „Schätze“ zu tragen und darf selbst entscheiden, was es in seiner „Schatztruhe“ verstecken möchte.
Dem Kind wird durch diese Tätigkeit die Gelegenheit geboten selbst zu definieren, wenn es z.B, einen „Schatz“ in Form einer Zeichnung gebildet hat, zu entscheiden, ob diese individuelle Arbeit im Gruppenraum ausgehängt werden soll, mit nach Hause genommen wird oder ob das Kind das Werk in seiner „Schatztruhe“ verankern möchte.
Es entspricht den Kriterien der Qualitätssicherung, da diese Kiste frei zugänglich für die Adressaten ist, der Ankerpunkt für Sicherheit, Schutz und Geborgenheit für das Kind darstellt, selbstständig über seinen „Schatz“ entscheiden darf, erreichbar für das Kind ist und zu der Entwicklung seiner Persönlichkeit beiträgt.