Es war uns ein Anliegen unsere Kinder zu einer gesunden Lebensweise zu sensibilisieren mit Schwerpunkt auf Bewegung und einer gesunden Ernährung !
Damit wir dies mit unseren Adressaten aus der Krabbelgruppe von klein auf spielerisch und non formal ausüben können, kam uns die Idee in unserem hauseigenen Garten kleine Gärten anzulegen. Den Kindern wurde die Gelegenheit geboten die Gärten selbst zu gestalten, indem Sie auf dem städtischen Markt kleine Setzlinge ihrer Wahl auswählen und kaufen konnten. Gemeinsam wurden Setzlöcher anhand von Gartenmaterial geformt, die Setzlinge in der Gartenerde verankert und am Ende mit Hilfe der Gießkanne in kindgerechter Ausstattung gegossen.
Täglich morgens und abends gehen die Kinder abwechselnd ihre Pflanzen gießen und pflegen, wobei ihnen die Gelegenheit gegeben wird während ihrer Tätigkeit im Garten zu laufen, zu springen, zu klettern und sich aktiv und partizipativ der Gartenarbeit hinzugeben.
Jeden Tag betrachten wir pädagogische Bildkarten vor dem Essen, wo wir den Kindern erklären, was wir essen werden und wo das Essen herkommt. Ein Mal wöchentlich wird unseren Kindern die Möglichkeit gegeben selbst zu definieren, was Sie essen möchten und unser Koch kocht dann dieses Menu (Projekt „C’est toi qui décide!“).
Zusätzlich erklären wir den Kindern kontinuierlich, wo die Lebensmittel herkommen, zeigen ihnen Bilder und Fotos von z.B. Kartoffelfeldern oder Kürbisfeldern oder von Tierfarmen und fahren mit unserem Minibus als pädagogisches Angebot zu diesen Feldern und Bauernhöfen. Den Kindern wird z.B. auf dem „Thill’s Haff“ zu Dippach die Möglichkeit gegeben den Hühnern beim Eier legen zuzusehen und noch warme Eier zu sammeln als auch die Hühner zu streicheln.
Die Kinder dürfen autonom entscheiden, was Sie tun möchten und wie weit Sie in ihrer Erfahrungssammlung gehen möchten! Niemand muss z.B. nahe an eine Kuh heran gehen oder Kaninchen mit Karotten füttern müssen! Jeder Adressat tut was er für sich als Grenze definiert, so dass ihm Gelegenheit geboten wird Schritt für Schritt seine Erfahrungen für das Leben zu sammeln.
Es handelt sich um eine sensorische Erfahrung, welche den Kindern die Dorfwelt näherbringt, die Kinder dadurch weltoffener gestaltet und ihnen indirekt den Respekt zu nicht bekannten Lebewesen öffnet.
Die Kinder können sich psychomotorisch weiterbewegen, ihrer Fantasie freien Lauf lassen, im Garten oder auf den Höfen non formal experimentieren, ihren Emotionen freien Lauf lassen und für sich selbst entscheiden, ob Sie das Dorfleben oder das Stadtleben bevorzugen.
Ein gewinnbringendes Projekt für die Kinder, die Erzieher als auch für die Eltern, die sich mit in unserem Projekt einbringen können und uns auch im Alltag in unserem Projekt oder einer pädagogischen Tätigkeit begleiten können.